Pädagogisch – therapeutisches Konzept
Schule „Am Park“ Behrenhoff
- Deutscher Schulpreis 2010 -
Leitbild: Beziehung kommt vor Erziehung
Miteinander lernen - Voneinander lernen - Gemeinsam leben lernen
Unsere Überzeugung:
• Kinder brauchen Liebe und Fürsorge
• Schutzräume und Freiräume
• Geborgenheit und Freiheit
• Vertrauen und Ermutigung
• Hoffnung und Perspektive
• Grenzen und Orientierung
Unsere Erkenntnis: Wo die Liebe fehlt, wächst die Wut
Wir praktizieren: Schulentwicklung und Lernkultur, die sich an den sechs Qualitätsbereichen des Deutschen Schulpreises der Robert Bosch Stiftzung und der Heidehof Stiftung orientieren.
• Umgang mit Vielfalt
• Leistung
• Unterrichtsqualität
• Schulleben
• Verantwortung
• Schule als lernende Institution
Schulkonzept
Schüler, die an die Schule „Am Park“ Behrenhoff wechseln, haben oft eine durch viele Misserfolge geprägte Schulkarriere hinter sich. Es gilt, dass Urmisstrauen gegenüber Schule zu korrigieren. Das gelingt nur über tragfähige und belastbare Beziehungen zu den Lehrkräften.
Grundlage allen pädagogischen Handelns ist ein gutes Miteinander welches geprägt wird durch Anerkennung, Vertraulichkeit, Ermutigung, systemisches Arbeiten, das sich an den Ressourcen der Schüler orientiert. Über kontinuierliche und konsequente Beziehungs- und Erziehungsarbeit erfahren die Schüler vorbehaltlose Annahme, Toleranz, Akzeptanz und Respekt.
Die Beschulung erfolgt in schulart- und jahrgangsübergreifenden Klassen. Die Klassenleitung bilden ein Lehrer und ein Pädagoge mit sonderpädagogischer Aufgabenstellung (PmsA). Der Unterricht gliedert sich in zwei Kernbereiche, der Lebenswerkstatt und dem Fachunterricht. In Anlehnung an die Rahmenrichtlinien der Grundschule und der Regionalen Schule werden Unterrichtsthemen fächerverbindend und fächerübergreifend in der Lebenswerkstatt vermittelt. Neben aktuellen Themen werden Elemente aus naturwissenschaftlichen Bereichen, künstlerisch-gestalterische sowie sprachliche und fremdsprachliche Inhalte mit eingebunden. Eine weitere inhaltliche Vertiefung unter Berücksichtigung des Leistungsvermögens eines jeden Schülers erfolgt im Rahmen des Fachunterrichts.
In den Grundschulklassen werden 90 Prozent aller zu erteilenden Unterrichtsstunden im Rahmen der Lebenswerkstatt durch die Klassenleitung abgedeckt. Mit zunehmendem Schulalter nimmt der Fachunterricht durch Fachlehrer zu. Die Anzahl der Stunden der Lebenswerkstatt verringert sich in den Abgangsklassen auf etwa 40 Prozent.
Ziel der Lebenswerkstatt ist, den Unterricht interessant und lebensnah zu gestalten. Den Schülern werden anhand lebenspraktischer Themen gleichzeitig Inhalte aus mehreren Unterrichtsfächern vermittelt.
Beispiel:
Meine erste Wohnung:
- Wie viel Geld steht zur Verfügung (Mathematik)?
- Welche staatlichen Zuschüsse gibt es / Mietspiegel (Sozialkunde)?
- Formulare lesen, Anträge schreiben (Deutsch)
- Renovieren der Wohnung (Arbeit, Wirtschaft, Technik)
- …
Die Schüler erkennen so die Bedeutung einzelner Unterrichtsthemen für das eigene Leben. Jeder Schüler kann entsprechend seinem Leistungsvermögen am Unterrichtsgeschehen mitwirken. Der Lehrer hat die Möglichkeit, inhaltlich zu differenzieren und auf das aktuelle Leistungsvermögen seiner Schüler einzugehen.
Jahrgangsstufen 1 – 4
Lebenswerkstatt 16 Stunden
darin enthalten:
Mathematik 5
Deutsch 5
Sachunterricht 1
Englisch 2
Künstlerisch musischer Bereich 2
Sport 1
Fachunterricht 6 Stunden
Kunst 1
Musik 1
Sport 2
Werken 2
Jahrgangsstufen 5 /6
Lebenswerkstatt 21 Stunden
Mathematik 5
Deutsch 5
Naturwissenschaften 4
Gesellschaftswissenschaften 4
Englisch 2
Klassenleiter 1
Fachunterricht 9 Stunden
„höhere“ Mathematik 1
Kunst 1
Sport 2
Musik 1
Werken 2
Englisch 2
4 Stunden Ganztag, verschiedene Angebote
Jahrgangsstufen 7 – 9
Lebenswerkstatt 17 Stunden
Mathematik 4
Deutsch 3
Englisch 2
Geografie 1
Sozialkunde 1
Physik 1
Biologie 1
Chemie 1
Klassenleiter 1
Fachunterricht 15 Stunden
• „höhere“ Mathematik 1
• Deutsch 1
• Englisch 2
• Sport 2
• Musik 1
• Kunst 1
• AWT 2
• Biologie 1
• Chemie 1
• Physik 1
• Klassenleiter 1
• Hauswirtschaft 1
2 Stunden Ganztag, verschiedene Angebote
Schulphilosophie:
Klassen
• schulart- und jahrgangsübergreifend
• 9 bis 13 Schüler, 1 Lehrer, 1 PmsA je Klasse
Rahmenplan / Stundentafel
• fächerverbindend, fächerübergreifend
• berücksichtigt Erkenntnisse aus der Hirnforschung (effektives Lernen in komplexen Zusammenhängen)
• greift praxisbezogene Inhalte auf, orientiert sich an Themen aus der Lebenswelt der Schüler
Berufsfrühorientierung
• Betriebspraktika
• Produktives Lernen (Praxistage)
• Potentialanalyse
• Berufswahlpass
Sozialkompetenz
• Einzel- und Gruppengespräche
• Haltgebende Erziehung
Schulhöhepunkte
Sport
• Stärkster Schüler
• Mach mit mach’s nach
• Turniere: Brennball, Tischtennis, Fußball, Hochsprung
Feste
• Sommer-, Herbstfest
• Weihnachtsmärchen
Leistungsbewertung
• Wird gegenwärtig neu entwickelt mit Unterstützung von Unterrichtsberatern
• Zielorientierend, kompetenzfördernd
• Schulinterne Vergleichsprüfungen
Lehrerschaft
• wöchentliche Teamsitzungen
• schulinterne Lehrerfort- und Weiterbildungen
Schulgremien
• Lehrerkonferenz
• Schülerrat
• Elternrat
Elternschule
• 14 tägig, nach Bedarf
• 1 mal vierteljährlich ein Fachthema
Netzwerkarbeit/Kooperationspartner
• Elternhaus, Wohngruppen
• Integrationshelfer, Jugend- u. Sozialamt
• Staatliches Schulamt
• Nachbarschulen, Gemeinden
• Agentur für Arbeit
• Regionalzentrum für demokratische Kultur
• Präventionsstellen
• Kinder- und Jugendpsychiatrien
• Polizei
Projekte
• Gesunde Schule, Gesundheitswoche
• Astronomiewoche
• Bienenprojekt
• Weihnachtsprojekt
• MadS (Medeien an der Schule - mit der Ostseezeitung)
Und außerdem:
• Hauswirtschaft
• Schulgarten
• Bauhütte auf dem Schulhof
• Schülercafé
• Klassenfahrten und Tagesexkursionen